Sozialpädagogisches Konzept

Im Verlauf der Entwicklung von der Halbtags- zur Ganztagshauptschule änderten sich kontinuierlich auch die Anforderungen an die Schulsozialpädagogik, die seit dem Schuljahr 2002/03 fester Bestandteil unseres Schulprogramms ist. Diese kontinuierliche  Weiterentwicklung des sozialpädagogischen Konzeptes wird auch in Zukunft  unser Schulprogramm als tragende Säule beeinflussen und das Erscheinungsbild der Ganztagshauptschule Remberg prägen.

Alle an der Schule Beteiligten tragen ihren Teil  zu einer sich entwickelnden Schulkultur bei, in der neben Bildung und sozialer Kompetenz auch Normen und Werte vermittelt werden. Vor dem Hintergrund steigender gesellschaftlicher Anforderungen in Hinblick auf Qualifikation und Leistungsbereitschaft, denen sich unsere Schüler oftmals nicht gewachsen fühlen, stellt der Schulsozialpädagoge mehr als eine nur zeitweilig bei Bedarf in Anspruch zu nehmende Instanz dar. Die Arbeit des Schulsozialpädagogen ist in den Schulalltag integriert und umfasst verschiedene Aufgabenbereiche:

 

Prävention – Arbeit in verschiedenen Lerngruppen

Zum fest umrissenen Stundenplan des Schulsozialpädagogen gehören Aktivitäten im Klassenverband und Aktivitäten, die klassen- und /oder jahrgangsübergreifend in Gruppen durchgeführt werden. Hierzu zählen sowohl gemeinsame Unterrichts-veranstaltungen mit Lehrkräften im musisch-künstlerischen Bereich, in denen Hilfestellung bei der Bearbeitung von Aufgaben geleistet wird und insbesondere auf die Einhaltung der Klassenregeln geachtet wird, als auch  eigene AG-Angebote am Nachmittag mit den Schwerpunkten Natur und Technik, Musik und soziales Lernen. Hauptaugenmerk wird bei diesen AG’s  allerdings nicht auf die Überprüfung der vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten sondern viel mehr darauf gelegt, Interesse an den dargebotenen Inhalten zu wecken und dabei übergreifend motivierend und informierend zu wirken.

Darüber hinaus betreut der Sozialpädagoge verschiedene Klassen bei der Anfertigung der Hausaufgaben.

 

Erziehende Arbeit

Ebenfalls fester Bestandteil des Stundenplans ist die Koordination und die stundenweise Besetzung des „Trainingsraums“, dessen Besuch als erzieherisches Mittel in Folge von Unterrichtsstörungen wirkungsvoll eingesetzt wird.

An  Teilkonferenzen nimmt der Sozialpädagoge  regelmäßig teil: Er berät die Mitglieder bei der Auswahl geeigneter pädagogischer Maßnahmen und führt sie gegebenenfalls durch. Dabei fließen seine Erfahrungen aus Begegnungen mit den Schülern, die nicht aus dem Kontext des Unterrichts stammen, in die Gesamtbewertung mit ein. In Folge der Teilkonferenzen kommt es oftmals zu vertiefenden Gesprächen mit den betroffenen Schülern und deren Eltern, in deren  Verlauf die Konsequenzen der Beschlüsse der Teilkonferenz verdeutlicht werden und  Handlungsalternativen erarbeitet werden.

Eine Kontaktaufnahme mit dem Sozialpädagogen im Vorfeld einer Teilkonferenz ist ausdrücklich erwünscht!

 

In Planung befindet sich die Einrichtung einer von Schülern getragenen Streitschlichtungsstelle. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts finden bereits Schulungen für „Streitschlichter“ statt.

 

 

Beratung von Schülern, Eltern und Lehrern

Gesprächsgelegenheiten mit einzelnen Schülern oder Schülergruppen aus unterschiedlichen Anlässen, z. B. Konflikte mit Mitschülern, Eltern, Freunden oder Lehrern oder persönliche Erlebnisse, ergeben sich im Schulgebäude, auf dem Hof oder im Büro des Sozialpädagogen. Einige Gespräche resultieren aus Beschlüssen von disziplinarischen Teilkonferenzen und  finden nach Vereinbarung oder bei Gelegenheit auch spontan statt.

Kontakte zu den Eltern der Schüler sind ebenfalls Resultat unterschiedlicher Anlässe: Sie finden im Rahmen des Trainingsraumkonzeptes statt oder als Hausbesuch infolge häufiger Fehlzeiten oder anderer Umstände, die einem erfolgreichen Schulbesuch entgegenwirken. Elterngespräche sind aber auch ein Angebot, das unabhängig von den hier genannten Sachverhalten in Anspruch genommen werden kann, um Informationen einzuholen oder auf Besonderheiten des Kindes oder des häuslichen Umfelds hinzuweisen.

Als „vertraulich“ benannte Sachverhalte werden als solche behandelt!

An allen Elternsprechtagen steht der Sozialpädagoge sowohl den Schülern als auch den Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Der regelmäßige Austausch mit den Lehrerinnen und Lehrern der Schule stellt einen essentiellen Grundpfeiler des Erfolgs der sozialpädagogischen Arbeit  dar. Die Lehrerinnen und Lehrer und  der Sozialpädagoge unterstützen sich gegenseitig bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben und arbeiten einander zu. Der Sozialpädagoge nimmt an allen Lehrerkonferenzen und kollegiumsinternen Fortbildungen  teil.

Vernetzung mit externen Institutionen

Bei Bedarf nimmt der Sozialpädagoge Kontakt zum städtischen Jugendamt oder zum Allgemeinen Sozialdienst auf oder verweist in Erziehungsfragen auf die Hilfe der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Stadt Hagen.

Im Rahmen des Projektes „Zweite Chance“ werden Schulverweigerer in die Betreuung des Diakonischen Werks vermittelt.

Im Bereich der Kriminalitätsprävention besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Jucops der Hagener Polizei.

Durch die Nachmittags-AG’s, die von Freiberuflern, Wohlfahrtsverbänden und Trägern der freien Jugendhilfe angeboten werden, besteht ein intensiver Kontakt und Austausch mit anderen für die sozialpädagogische Arbeit relevanten Einrichtungen.